Vorwort

Die momox Verbraucherstudie 2015* belegt: Der Nachhaltigkeitsgedanke ist noch nicht bei allen Deutschen angekommen. Im Gegenteil: Bei manchen Verbrauchern scheint es bei diesem Thema einigen Nachholbedarf zu geben – insbesondere beim Umgang mit gebrauchter Kleidung, die immer mehr zur Wegwerfware verkommt. Denn: 64 Prozent der in der Studie Befragten werfen ihr gebrauchtes T-Shirt oder die gebrauchte Jeans lieber weg, anstatt sie zu verkaufen. Dass es auch anders geht, beweisen Gamer und Frauen im Alter zwischen 30-39 Jahren. Sie kaufen und verkaufen überdurchschnittlich häufig gebrauchte Medienartikel und Kleidungsstücke, bei denen Sie insbesondere auf Zustand und Preis achten.

Auch wenn viele Deutsche offensichtlich kein gutes Verhältnis zu ihrer gebrauchten Kleidung haben, ist die Wertschätzung für das klassische Buch nach wie vor hoch. Insbesondere Frauen, lieben das gedruckte Buch und ziehen es dem e-Book immer noch vor. Häufigste Begründung: Die Vorliebe, lieber ein gedrucktes Buch in den Händen zu halten und darin zu schmökern, als einen Text auf einem Display zu lesen.

*Gemeinsam mit dem Berliner Marktforschungsinstitut Gapfish hat momox in einer repräsentativen Online-Befragung über 1.000 Personen zu ihrem Umgang mit gebrauchten Produkten befragt.

VERKAUFEN STATT WEGWERFEN

Die Deutschen haben eine Leidenschaft fürs Sammeln.

Besonders Medienartikeln werden durchschnittlich von 84 Prozent der in der Studie Befragten aufgehoben. Spitzenreiter sind Bücher gefolgt von DVDs und Blu-rays. Gebrauchte Kleidungsstücke werden von 60 Prozent gesammelt und damit seltener aufgehoben als Medienartikel. Dafür ist bei gebrauchter Kleidung die Wegwerfquote deutlich höher. In Zahlen ausgedrückt: 64 Prozent der in der Studie Befragten werfen ihr gebrauchtes T-Shirt oder die gebrauchte Jeans lieber weg, anstatt sie zu verkaufen. Bei Medienartikeln ist die Wegwerfquote etwas geringer. Gebrauchte DVDs/Blu-rays sowie Video- und Konsolenspiele landen am seltensten im Müll. Insgesamt beweisen die Zahlen aber, dass der Nachhaltigkeitsgedanke im Umgang mit gebrauchten Produkten noch nicht überall in Deutschland angekommen ist.

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Pressemeldung: Gebrauchte Produkte landen zu häufig im Müll

Gamer als Vorbilder

Das Gamer sich nicht nur für die neusten und atemberaubendsten infografik_Tech-Meldung_72dpiPC-Rollenspiele und Video-Simulationen begeistern, sondern auch auf die Nachhaltigkeit achten, zeigt nicht nur die geringe Wegwerfquote bei Video- und Konsolenspiele.

Insgesamt 56 Prozent der in der Studie Befragten haben schon mal ein interaktives Spiel gebraucht gekauft. Der Grund liegt auf der Hand: Insbesondere aufwendig produzierte und daher stark nachgefragte Game-Neuheiten sind gebraucht erschwinglich und oft noch neuwertig.

Ist das letzte Level gespielt und der Endgegner besiegt, entscheidet sich außerdem gut die Hälfte der Gamer dafür, das gebrauchte Spiel noch einmal weiterzuverkaufen

Pressemitteilung: Gamer setzen neuen Nachhaltigkeitstrend

SECOND HAND KLEIDUNG

Infografik_momox_72dpiObwohl noch zu viele Kleidungsstücke im Müll landen – der Kauf und Verkauf von gebrauchter Kleidung wird immer beliebter. So hat bereits fast jeder zweite Deutsche gebrauchte Kleidung gekauft.

Die Studie zeigt: Vor allem die günstigeren Preise und die Chance Markenware für kleines Geld zu erwerben, sind die Hauptgründe für den Kauf von gebrauchter Kleidung. Dabei sind Zustand und Qualität sowie Preis sowohl bei Neu- als auch bei Gebrauchtware die wichtigsten Kriterien.

Allerdings achten die Käufer von Gebrauchtware noch stärker als bei Neuware auf die Vertrauenswürdigkeit des Verkäufers und die Versandbedingungen und –kosten. Moderne Online Second Hand Shops wie ubup.com tragen diesem Fakt Rechnung und garantieren die Echtheit der Marke und bieten verschiedene Service-Leistungen wie z.B. Gratis-Versand an.

Pressemitteilung: So nachhaltig sind die Kleiderschränke der Deutschen

SECOND HAND IM INTERNET

Das Internet ist insbesondere für gebrauchte Kleidung der meistgenutzte Kanal für Kauf und infografik_B2B-Meldung_72dpiVerkauf. Flohmärkte liegen mit großem Abstand auf Platz zwei.

63 Prozent der in der Studie Befragten gaben an, bereits gebrauchte Kleidung im Internet gekauft zu haben. Ein Kleidungsstück online verkauft, haben sogar 65 Prozent der Befragten. Online-Ankaufsservices laufen mit ihrem Angebot, gebrauchte Produkte schnell und unkompliziert verkaufen zu können, den etablierten Online-Marktplätzen wie eBay & Co immer mehr den Rang ab. Die Einführung von entsprechenden Verkaufsapps hat diese Entwicklung noch zusätzlich unterstützt. 48 Prozent aller Onliner-Verkäufer von gebrauchten Produkten, haben Online-Ankaufsservices bereits genutzt.

Das spürt man auch auf Unternehmensseite in Form von steigenden Umsätzen – insbesondere im Fashion-Bereich. Bei momox wurden 2013 noch 92.000 Kleidungsstücke angekauft. In diesem Jahr sind es bereits über 1,1 Millionen – Tendenz weiter steigend.

Pressemitteilung: So verändert das gebrauchte T-Shirt den Re-Commerce-Markt

FRAUEN LEBEN FÜR SECOND HAND

momox_Infografik_72dpiDer Online-Kauf und -Verkauf von gebrauchter Kleidung ist eine weibliche Domäne.
Insbesondere die Altersgruppe 30-39 Jahren ist hier sehr aktiv. So haben bereits 70 Prozent dieser Altersgruppe gebrauchte Kleidung online verkauft. Aber auch beim Kauf von gebrauchten Medienartikeln sind Frauen zwischen 30 und 39 Jahren überdurchschnittlich aktiv: 67 haben bereits Bücher und 55 Prozent Blu-rays und DVDs gebraucht gekauft.

Besonders hervorzuheben: Frauen in der Altersgruppe 30-39 Jahre verkaufen öfter als andere Befragte bereits als gebraucht gekaufte Ware wieder weiter. Bei Büchern sind es 54 Prozent und bei Kleidung sogar 60 Prozent dieser weiblichen Altersgruppe. Die befragten Frauen zwischen 30 und 39 Jahren wohnen in kleineren Ortschaften, leben in familiären Konstellationen und versorgen in der Regel 1-2 Kinder unter 18 Jahren – viel Zeit für den aufwendigen Verkauf von gebrauchten Produkten insbesondere Kleidung auf Flohmärkten und Markplätzen im Internet bleibt also nicht. Ein weiterer Grund für den Erfolg der Online-Ankaufsservices.

Pressemitteilung: Frauen handeln ökonomischer als Männer

DAS GELIEBTE BUCH

Die Deutschen pflegen eine besondere Beziehung zu ihren Büchern – das gilt insbesondere infografik_Trendbarometer_72dpifür den weiblichen Teil der Bevölkerung. 71 Prozent der in der Studie Befragten entscheiden sich lieber für ein klassisches Buch als für ein eBook. Bei Frauen liegt diese Zahl sogar bei 78 Prozent.

Das hat nicht etwa mit einer skeptischen Haltung gegenüber der digitalen Technik zu tun, sondern vielmehr mit der Vorliebe, lieber ein gedrucktes Buch in den Händen zu halten und darin zu schmökern, als einen Text auf einem Display zu lesen. Vielfach möchten die Befragten außerdem Bücher als Regalschmuck in den heimischen vier Wänden nicht missen.

Für 33 Prozent der Befragten ist das klassische Buch als Geschenk immer noch hochwertiger als ein eBook.

 Pressemeldung: Nachhaltigkeit muss auf die private Agenda

VERBRAUCHERSTUDIE 2014

Wegschmeißen, aufheben, verschenken oder verkaufen? – Diese Frage stellen sich jeden Tag tausende Menschen in Deutschland.  In der momox Second Hand Studie 2014 wurden bundesweit Verbraucher befragt, wie sie mit gebrauchten Gegenständen umgehen.

Eine zentrale Erkenntnis: Die Deutschen sind im Sammelfieber und hamstern gebrauchte Produkte! Zur Studie

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